Zuhause für eine Woche

Sa, 25. März 2017 | 1. Entlastungstag

Nachdem wir unsere Gäste morgens wohlbehalten am Flughafen Palma in Empfang genommen haben, machen wir uns mit unserem für diese Woche gemieteten Bus auf nach Es Llombards, zur Casa Perla. Das Tor zum Hof geht auf, der Blick fällt auf die schönen, alten Mauern der Finca, auf Palmen, viel Grün und den blau schimmernden Pool im Hintergrund. Die Zimmer werden verteilt und dann gibt es erstmal Frühstück. Lecker! Hier geht’s zum Rezept: Hirsefrühstück. Danach beschließen wir, zur Einstimmung auf den Markt nach Santanyí zu fahren.

Blick in die Cala Santanyí
Der Kirchturm von Santanyí

 

Buntes Treiben, trotzdem es noch so früh im Jahr ist, doch zum Glück schieben sich keine Massen an den Ständen entlang. „Hier müssen wir nochmal hin!“ Um so richtig anzukommen trinken wir eine heiße Zitrone im sonnigen Hinterhof eines der zahlreichen Cafés. Nach einem letzten Bummel über den Markt fahren wir zurück „nach Hause“. Erstmal ein bisschen ausspannen. Danach machen wir einen Abstecher in die wild romantische Natur der Insel – wir fahren zur Cala S’Almunia, in ein kleines, privates Naturschutzgebiet mit rauen Klippen, üppiger, verschiedenartiger Vegetation und einem grandiosen Ausblick aufs Meer.

gute Tarnung
Wilde Wasser

 

Wieder „zu Hause“ ruhen wir uns aus, packen die letzten Sachen aus dem Koffer und treffen uns später in der Küche. Es wird gewaschen, geschnippelt, gewürzt, Tee und Ingwerwasser sind aufgesetzt. Aus den vielen mitgebrachten Schätzen zaubern wir leckeres Ofengemüse, Pfannengemüse und Salat – ganz basisch! Nach diesem Schlemmermahl kümmern sich alle gemeinsam um die Küche, anschließend begeben wir uns ins „Wohnzimmer“, in dem der Ofen bereits wohlige Wärme verbreitet und kuscheln uns in die Sofas. Petra übernimmt die Abschlussrunde des Tages – wie geht es? Wie hat der Tag gefallen? Bald fallen dem einen oder anderen die Augen zu und wir begeben uns in unsere Betten.

wunderschön: Passionsblume
Yoga am Pool

So, 26. März 2017 | 2. Entlastungstag

Dieser beginnt mit dem ab jetzt obligatorischen Hirsefrühstück – heute mit Papaya als dritter Obstsorte neben Apfel und Banane. Dazu 7×7 Kräuter-Tee, Yogitee und/oder Ingwerwasser. Schwarzen Tee oder Kaffee wirklich vermissen tut augenscheinlich niemand. Nach einer gemeinsamen Spüleinlage setzen wir uns zu einer großen Runde zusammen; Wie war die Nacht? Was wird erwartet?

Hirsefrüstück mit Papaya
basisches Schlemmerbuffet
Anschließend geben wir einen kleinen Überblick über die Woche – ThermalSpa, Salinenbesuch, Wanderungen an den verschiedensten Stränden der Gegend…Dann ist Mittag: Diesmal gibt es Salat, und was für einen – nein, nicht einen, viele Schüsselchen mit allem, was die Küche hergibt. Da ist für jeden was dabei, jeder sucht sich heraus, was ihm am besten schmeckt und probiert Neues. Ob „typische“ Salatzutaten wie Tomaten, Paprika, Gurken, Blattsalat oder gerösteter Fenchel mit Sesam und Guacamole mit frischem Koriander, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zitrone, Olivenöl und verschiedene Kräuter – frisch oder getrocknet – lassen kein Salz vermissen. Wer trotzdem einen kleinen Kick will – es gibt eingelegte Oliven „zum Naschen“.
Fastensüppchen
die einzige Sandbank Mallorcas
Am Nachmittag geht es nach Ses Salines zu einer kleinen Ortserkundung, anschließend nach Can Cova, mit einer Wanderung auf dem alten Camino zur Cala Santanyí, vorbei an frühlingsfrischen Mandelbäumen, Johannisbrotbäumen und Olivenbäumen. Kraftvoll blühende Wiesen sind geschmückt mit wilder Kamille, Margeriten und ersten Mohnblumen. Wieder in der Finca widmet sich jeder mit Glaubersalz und Leberwickeln ganz in Ruhe der weiteren Entlastung.
Aufgrund der heraufziehenden Kühle essen wir heute Abend im kleinen Speisesaal. Es gibt einen großen Topf basische Gemüsesuppe, dazu Kleinigkeiten nebenher…lecker! Im behaglichen Wohnzimmer treffen wir uns zur Abendrunde, es gibt einen Ausblick auf den nächsten Tag, Fragen und Informationen rund ums Fasten werden ausgetauscht. Petra beantwortet Fragen zum Basenfasten und erklärt die verschiedenen Reinigungsmöglichkeiten – vom Ölziehen und Zungenschaben bis zur Darmreinigung – gibt Tipps zu den Leberwickeln und empfiehlt das Führen eines Tagebuches. Um halb zehn geht es angenehm müde in die Betten.
Superfoods: Kurkuma, Ingwer und Zimt
Farbexplosion

Mo, 27. März 2017 | 1. Fastentag

Heute, am ersten Fastentag, werden wir viele Äpfel essen, viel Tee und Wasser trinken – nach Belieben mit Ingwer oder Zitrone „verfeinert“. Um den Süßhunger zu Stillen und für mehr Energie gibt es weiteres Obst, Trockenobst, Walnüsse & Mandeln. Hilfreich: 7×7 Kräutertee zur Entschlackung. Die morgendlichen Yoga-Übungen heute: Sonnengruß + Pranayama. Am späten Vormittag dann unser Hirsefrühstück, wer mag nimmt sich eine Tasse Brühe.

Wir fahren zur Cala Llombards, um von dort zu Fuß in die Cala Santanyí zu wandern, wo der Bus uns wieder einsammelt. Doch zunächst genießen wir einen stürmischen Empfang. Meer und Bucht – stimmungsvoll, aufgeregt, lebendig, es leuchten die verschiedenen Türkistöne, Sonne, Wind & Wolken… das ruft nach Siesta im Sand, sogar ein Schläfchen ist drin. [/span8]
Zufallsbekanntschaft - eines der berühmten schwarzen Schweine
Zufallsbekanntschaft
Weg des Windes
passend: Weg des Windes
Dann geht es aber doch los – die steilen Treppen hoch, dann über den Camí des Vent, den Weg des Windes, zum Es Pontas. Hier bewundern wir das Equilibrium, bevor wir hinunter klettern zum steinernen Tor. Etwas abseits genießen wir von den Felsen aus die Weite des Ausblicks. Später an der Cala Santanyí spendiert Andreas allen ein Glas unglaublich leckeren Orangensaft. Eine Yoga-Einheit am Strand rundet die Wanderung ab. In der Finca machen sich alle an die Zubereitung eines reichaltigen Mahls – heute versuchen wir uns an (basischem) Tumbet, einem typisch mallorquinischem Kartoffel-Gemüsegericht. Nach unserer Abschlussrunde geht es gegen 22 Uhr ins Bett.
Equilibrium 2.0

Di, 28. März | 2. Fastentag

Morgens treffen wir uns wie gewohnt vor dem Frühstück zur Anfangsrunde, danach Qi Yoga-Übungen, heute wollen wir unsere Mitte zentrieren – Magen & Milz stärken. Unterstützend dazu schließen wir die Übungen schweigend mit einer Achtsamkeits-Gehmeditation ab. Parallel zum Frühstück werden Pellkartoffeln gekocht, denn heute geht es in die Salinen. Wir spazieren an den Becken mit auskristallisiertem Meersalz entlang und Georg, unser Guide erzählt uns ganz begeistert eine Menge Wissenswertes über Meersalz & Flor de Sal, dann dürfen wir kosten. Statt des angebotenen Brotes aus Weißmehl haben wir unsere Pellkartoffeln, die mit dem hochwertigen Olivenöl und den verschiedenen, geschmacklich unterschiedlich angereicherten Salzen (die wir dort vor Ort auch erwerben konnten)  einfach hervorragend schmecken. Für eine ausgedehnte Wanderung im Sand und Yoga am Meer besuchen wir den wohl berühmtesten Strand Mallorcas – Es Trenc.

basische Verkostung in den Salinen
Flor de Sal: Ernte
Auf dem Rückweg schauen wir uns das Fünf-Sterne-Hotel Fontsanta mit der einzigen Thermalquelle der Insel an, um einen Vorgeschmack zu bekommen. In der Finca wartet bereits eine leckere Suppe auf uns, ab heute gerne mit Tomaten für die Frische. Gleichzeitig bereiten wir unser Abendessen in gewohnt reichhaltigem Umfang – hungern tun wir auf jeden Fall nicht! An unserer gehobenen Stimmung können auch zwei Stromausfälle und kurzzeitig kalte Duschen nicht viel ändern. Die Störungen werden letztendlich behoben und wir sind wieder unter uns. Das abendliche Beisammensein ist heute geprägt von kölschen Tönen – der Thermomix muss her! Thema ist aber auch das von den meisten als sehr angenehm empfundene Schweigen während der Gehmeditation am Morgen und der vereinzelte Wunsch, dies am nächsten Tag auszudehnen.
Afrika auf Mallorca
Grillabend

Mi, 29. März | 3. Fastentag

Wie am Vorabend angedacht schweigen heute ein paar der Gruppe bis nach dem Frühstück, was nach anfänglichen Unsicherheiten gut integriert wird. Nach, unter anderem, einer Einheit Detox-Yoga gibt es unser beliebtes, sättigendes Hirsefrühstück, wie schon zuvor angereichert mit Superfoods, wie z.B. Maca, Baobab oder Konjak. Für unseren heutigen Grillabend lassen wir uns auf dem Markt in Santanyí inspirieren – wir gehen gemeinsam einkaufen! Außer Lebensmitteln wird natürlich das eine oder andere Souvenir erstanden – und die überaus praktischen Puschen, die es dort gibt. Glücklich und zufrieden kehren wir bei Pablo ein und Inga spendiert diesen unglaublich leckeren Orangensaft. Ganz pragmatisch wird nach der Rückkehr erstmal Wäsche gewaschen, dann geht’s für einige zum Kaltwasseratmen in(!) den Pool – brrr. Bis zur nächsten Yoga-Einheit mit MC Panyabi wird gechillt, danach wird der Grill angeheizt. Ein wahres Schlemmerbuffet – „morgen gibt’s Reste…“ Mit einem Verdauungsspaziergang durch das abendliche Es Llombards klingt der Tag aus. Im Wohnzimmer zur Abschlussrunde angenehm müde zurück.

Anbaden

Do, 30. März | 4. Fastentag

Heute überrascht uns Andreas mit dem tollen Angebot, eine Einheit Qi Gong zu leiten. Im Anschluss beeilen wir uns ausnahmsweise mit dem Frühstück, denn ein paar von uns sind verabredet: Der Besuch des Thermal-Spa im Hotel Font Santa steht auf dem Programm. Zwei Stunden Verwöhnprogramm pur. Vom Bad in den Original-Bodenwannen bis zum Eukalyptus-Dampfbad und einer Trockensauna gibt es alles, was das Herz begehrt. In der wunderschönen Außenanlage kann man die Seele baumeln lassen.

ein Schatz im Garten
Cala Figuera
Tiefenentspannt kehren wir „nach Hause“ zurück und werden von einer festlich gedeckten Tafel erwartet. Es gibt leckere frische Suppe, übrig gebliebene Leckereien vom Grillen und frischen Salat. Am späten Nachmittag, nach der täglichen Ruhezeit für Leberwickel & individuelle Angebote, beschließen wir, uns nochmal auf den Weg zu machen: die eine Hälfte der Gruppe erkundet Cala Figuera, die andere genießt die Ruhe in der Cala Santanyí. Abends essen wir im Speiseraum, die Abendrunde schließen wir  direkt an, kümmern uns noch eben um die Küche, dann fallen wir ins Bett.
Yoga am windigen Strand…herrlich!

Fr, 31. März | 5. Fastentag

Die Morgenrunde findet wieder am Pool statt, die heutige, ausgiebige Yoga-Einheit befasst sich mit Leber und Herz. Die aufsteigende Energie entlädt sich im Anschluss an das Frühstück in zum Teil heftigen Gefühlen, es wird lebendig und „hitzig“ diskutiert. Die Gruppendynamik bleibt stets liebevoll und offen; jeder darf mit dem Sein, was gerade ist. Einzelgespräche sorgen bei Bedarf für Klärung. Auf dem Programm steht heute unser letzter Ausflug – hinauf zum Kloster von S’Alqueria Blanca. Wir nehmen leere Kanister mit, um das frische Brunnenwasser aus der Tiefe des Hügels zu holen und packen ein Picknick aus Trockenobst, Mandeln, Walnüssen und Äpfeln ein. Jeder nimmt noch eine Tasse Brühe, dann geht es los.

Blick vom Santuari de Consolacio
entspannt im Hier und Jetzt
Der Mutige Teil der Gruppe klettert den Ziegenpfad hoch, die anderen wandern ganz gemütlich zum Santuari hinauf. Gemeinsam genießen wir die wunderbare Aussicht, dann betreten wir die Kapelle und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Ergriffenheit macht sich breit, als von einigen das Gayatri-Mantra (eines der ältesten und höchsten Mantras, die es gibt) angestimmt wird. Es folgen weitere spirituelle Gesänge, die von manchen in Stille genossen werden, wobei die eine oder andere Träne fließt. Sehr rührend und so schön! Wieder draußen sucht sich jeder ein Eckchen zur Kontemplation oder erkundet das Gelände. Nach einer erhebenden Einheit Yoga am Rand des Plateaus werden wir pragmatisch und füllen die Kanister und unsere Wasserflaschen mit dem klaren, kühlen Brunnenwasser. Kurz fahren wir durch das Dorf S’Alqueria Blanca, dann zieht es uns nach Hause. Die ganz Mutigen finden sich nochmal im Pool, dann wird sich fein gemacht. Am heutigen letzten Abend essen wir im Restaurant! Und zwar basisch! Die nette Besitzerin und Köchin des „Pablo“ in Santanyí macht dies möglich. Wir genießen leckere Pimentos de Padron und eine vorzügliche Gemüsepfanne. Ein bisschen wehmütig spazieren wir durch das stille, abendliche Santanyí – diese Woche ging zu schnell vorbei!
dem Himmel so nah!
Puschenkreis

Sa, 1. April | 1. Aufbautag

Morgens beginnen wir mit einer kleinen Anfangsrunde und einem frühen Morgenyoga. Nach dem jedes Mal leckeren Frühstück und dem Küchendienst beschließen wir die Woche mit einer ausführlichen Abschlussrunde – von ausgelassen fröhlich bis tief bewegt tauschen wir uns auf den gemütlichen Outdoor-Sofas aus und es ist klar: das war nicht das letzte Mal! (–> Testimonials)

Vor dem Packen wollen wir alle noch ein Mal auf den quirligen Markt nach Santanyí, und dann heißt es für die ersten „Auf zum Flughafen!“ Wer verlängert hat, freut sich auf die restlichen Tage ohne Programm…

Wir danken euch, ihr Lieben, für diese tolle, grandiose Woche!

Glück…!